Bild1 Bild2 Bild3
| liebe lust |


Newsletter-Anmeldung

Liebe, Lust & Leckereien 

 
Foto by: Stefan Dokoupilwww.dokoupilphoto.com

 Erotische Literatur und sinnliche Musik -
die besten Voraussetzungen für einen unvergesslichen Abend

Eine Frau, ein Mann, anregende Texte und heisse Lieder, ein Kontrabass und eine Gitarre – 
zärtlich, frivol, lustvoll und lustig, perlend wie guter Champagner

Die Verführer: Georg Clementi und Judith Brandstätter
Die musikalischen Lustknaben: Thomas Aichinger - Gitarre, Mathias Vorauer - Kontrabass
 
   
     
     

Fotos Copyright © Kunstbox/Leo Fellinger



Kritik "Liebe Lust" im Emailwerk Seekirchen   

 

…Im Emailwerk schauerte und bebte es. Zum einen des befreienden Lachens wegen, zum anderen ist es doch auch etwas in Wallung geraten, das Blut... 
Licht aus – nur der Schein aus den rötlichen Kerzengläsern bleibt. Sehr stimmig… Es war wirklich alles da. Brandstätter und Clementi vergessen nichts, aber auch gar nichts, in ihrem abendlichen Portfolio rund um Erotik, Sinnlichkeit und gnadenlos scharfen Sex. In wunderschöner Poesie streicheln sie das Thema. Spielen alles an, ohne es zu nennen. Erzeugen jede Fantasie, ohne sie zu zeigen. Wie man es eben von feinsinniger, gesellschaftsfähiger Erotik erwartet. Worte wie Seide, die in endlos kreisenden Bewegungen nie ganz ans Ziel gelangen...Von Muscheln, süßen Strömen und Gruppensex in vornehmen Kreisen ist die Rede und spielt das Lied... Das Publikum vergisst manchmal sogar zu klatschen, weil es geil auf die nächste Pointe ist. Nichts bleibt verborgen, alles wird entblättert, ausgezogen, gefüllt, genommen, mal lyrisch-feinsilbig, mal derb wie im Bierzelt um 3 Uhr morgens. Das Publikum lacht Tränen.
Die beiden Schauspieler gehen in ihrer Rolle richtig auf. Großartige Leistung, einfach toll. Schon lange nicht mehr so gelacht. Ganz ohne schlechtes Gewissen. Herrlich!
Wie gut Aufführung, Mimen und Musikbegleitung sind, lässt sich ganz einfach daran erkennen, dass es zu keinem Zeitpunkt in irgendeinem Ansatz peinlich wird, Mann und Frau sich keine Sekunde unwohl fühlt. Zwei Stunden volle Kanne Erotik, Sex und Spaß. Das behauptet mal wer von sich selbst. (mw)

 
  Black Magic Wollust
Leckere Lesung: Georg Clementi und Judith Brandstätter.
Seien wir doch ehrlich: Die gegenwärtigen Verbalerotica in diversen postmitternächtlichen Werbeblöcken versprühen allenfalls den Sex eines morgendlichen Bundesheer-Zirkeltrainings. Wer wirklich Sinnliches erfahren will, wird in der Literaturgeschichte fündig. Ein rund 300 Jahre altes Gedicht von Celander etwa kündet von der Verschwendung, dass die „Perlen-Milch so liederlich versprützet" wird, anstatt sich mit „vollem Strohm in deine Muschel zu gießen". Wenn diese Bilderflut dann noch von Georg Clementi in plastische Spracharien geformt wird, dann ist man bei „Liebe, Lust und Leckereien" gelandet. Der beliebte Schauspieler hat gemeinsam mit seiner Kollegin Judith Brandstätter einen erotischen Literaturabend im Urbankeller gestaltet, der Leib und Seele gleichermaßen anregte. Denn während Küchenchef Mathias Hammerl ein sündhaft lukullisches Viergang-Menü, das von einem himmlischen Seeteufelfilet bis hin zu hauchzarten Kalbsmedaillons in würziger Schokosauce nichts offen ließ, auf den Tisch zauberte, spannten der allein mit seiner Mimik Doppelbödigkeit versprühende Clementi und seine sinnlich-dralle Partnerin eine feine Dramaturgie von Begehren zur Enttäuschung, vom Barock in die funktionale Gegenwart, vom voyeuristischen Herrgott bis hin zu realistischem Brecht. Offenherzig. Entlarvend. Und als dann Clementi – von Thomas Aichinger und Mathias Vorauer an Gitarre und Kontrabass zart begleitet – seine „Black Magic Woman" besang, und Brandstätter als fleischgewordene Wolllust zurückhauchte, da wurde das Kopfkino angeworfen. Nicht auszudenken, hätte das blonde Gift auch noch „Je t’aime ... moi non plus" gestöhnt. Vielleicht beim nächsten Mal, am 16. Mai.
Florian Oberhummer SVZ



Klicken Sie sich hier zum Fotoalbum über unseren Auftritt im Emailwerk Seekirchen